Activity

  • Gari Bonka posted an update 2 weeks, 1 day ago

    Verlangten die ersten Rassestandards von Siamkatzen noch Schielen und einen Knickschwanz, typische Merkmale der ersten, in der westlichen Welt anzutreffenden Tiere, so gilt dies schon seit längerer Zeit als schwerer Fehler. Tiere mit diesen offensichtlichen Fehlern werden nicht mehr als Zuchttiere eingesetzt. Die Tendenz zum Schielen hat die Siam mit allen Pointkatzen gemeinsam, da dieser Fehler in ursächlichem Zusammenhang mit dem Teilalbinismus steht. Unerwünscht ist auch ein Stopp bei der Nase, also eine Einbuchtung des Nasenrückens zwischen Stirn und Nasenspitze.

    Weitere Rassefehler sind vor allem bei Fehlfärbungen des Fells und der Points zu finden. So sind Streifen, Bänderungen oder Flecken an Bauch und Flanke unerwünscht, ebenso das Auftreten von Tabby-Zeichnung bei Red- und Cream-Point Siamkatzen. Dies kommt öfters in Form einer ringförmigen Zeichnung am Schwanz sowie als Streifen an Gesichtsmaske und Beinen vor. Zu langes Haar, zu viel Unterwolle oder eine zu grobe Textur des Fells sind ebenfalls unerwünscht. Wenig oder unklar abgegrenzte Points vom Körperfell und zu dunkles Körperfell, vor allem bei helleren Farbschlägen, führen ebenfalls zu Punktabzug beim Richten einer Siamkatze auf einer Rassekatzenausstellung. https://liebstefavorit.de/peilsender-katze-test.html

    Die Zucht der Siamkatze wird maßgeblich durch den jeweiligen Rassekatzenzuchtverein und dessen Dachverband beeinflusst. So dürfen beispielsweise in Vereinen, die der CFA angeschlossen sind, nur Siamkatzen der Grundfarben miteinander verpaart werden. Die Kreuzung mit anderen Farbschlägen oder Fremdrassen ist nicht erlaubt. Im Allgemeinen wird aber bei der Zucht der Siamkatzen zumindest Orientalisch Kurzhaar als Kreuzungspartner anerkannt und auch in der Praxis eingesetzt. Siamkatzen sind im Gegenzug bei der Entstehung zahlreicher anderer Rassekatzen als Zuchtpartner beteiligt gewesen. Meist sollte durch dieses „outcrossing“ die Schlankform und die Pointfärbung in die Rasse eingebracht werden. So finden sich genetische Eigenschaften der Siamkatzen beispielsweise bei der Javanese-Katze, Colourpoint, Birma-Katze, Burma-Katze, Havana-Katze, Ocicat und den Tonkanesen.

    Siamkatzen sind mit vier bis spätestens sechs Monaten relativ früh geschlechtsreif. Eine Kätzin wird circa alle 14 Tage über das gesamte Jahr hinweg „rollig“ (Östrus, ist also paarungsbereit). Da Siamkatzen zu 100 % Blutgruppe A aufweisen, besteht bei der Verpaarung von Siamkatzen im Rahmen der Zucht keine Gefahr der Felinen Neonatalen Isoerytholyse durch die Mischung der Blutgruppen A, B und AB. Der Paarung folgt eine Tragezeit von 63 bis 69 Tagen. Die Wurfstärke liegt wie bereits erwähnt bei vier bis sechs, manchmal auch mehr Welpen. Die jungen Kätzchen entwickeln sich in der Regel schneller als Welpen anderer Rassen. Nach wenigen Tagen beginnen sich aufgrund der niedrigeren Temperaturen (während der Tragezeit betrug die Temperatur im Mutterleib konstant 39 °C) die Points auszufärben. Nach einer gewissen Zeit kann der Zuchtstammbaum (englisch: pedigree) beim Zuchtverein beantragt werden. Dort ist auch der offizielle Farbschlag des Tieres vermerkt.

Skip to toolbar